Also. Irgendwie ist es ja doch eins – ein Autorenblog.
Ich mag keine Autorenblogs. Und ich mag sie auch doch. Die Gründe für beides sind klischeehaft, schwarz-weiß gemalt und vielleicht gerade deshalb sowohl unverständlich als auch nachvollziehbar.
Ich mag Autorenblogs nicht. Viele zeugen von großen Ambitionen und wenig Methode, die gesetzten Erwartungen auch zu erfüllen. Ob das nun Talent ist oder Kontinuität, ein eher unausgereifter Stil oder zu wenig kreative und innovative Ideen, an irgendetwas mangelt es meistens. Und dann ist es oft peinlich, eine Arbeit zu lesen, obwohl die ja vielleicht auch nur gemacht wurde, den Ansprüchen des Web zu genügen, ein Hobby, eine Leidenschaft.
Ich mag Autorenblogs. Ich finde es faszinierend zu lesen, wie andere arbeiten und sich in ihre Arbeit einfühlen. Zuletzt ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Bestenfalls hat er sich, bevor er einer wurde, mit Hilfe seines Talents den Weg dahin außerordentlich schnell angeeignet. Darüber hinaus respektiere ich Menschen, die regelmäßig schreiben können, selbst wenn das, was sie produzieren, qualitativ nur Durchschnitt ist. Geniale Texte nicht schreiben zu können, weil man nicht zu arbeiten weiß, macht auch keinen Schriftsteller aus.
Wo ordne ich da nun …schriftlich… ein? Ach, am besten gar nicht. Für mich ist der (Autoren)Blog ein Werkzeug, das unter anderem, aber auch vornehmlich, verbindlich daran erinnern soll, etwas aus vorhandenen Fähigkeiten zu machen.