…schriftlich…

Juli 31, 2008

Allerlei

Gespeichert unter: Schreibtisch — schriftlich @ 7:48

Allerlei Verfransungen? Auch. Aber Verfransungen der produktiveren Art und Weise, sodass ich davon erzählen möchte.

Meine Aufwärmübung, der Nordic-Walk-Guide, ist zur Ruhe gekommen, aber nicht tot. Und diesmal habe ich einen wirklich guten Grund, denn ich helfe einem Freund bei der Erstellung seiner Diplomarbeit, die er ohne mich kaum in der gesetzten Zeit fertigzustellen hoffen dürfte. Fünfunddreissig Seiten habe ich für ihn geschrieben, während er an dem Projekt programmiert hat, und jetzt ist es so, daß ich nicht mehr weitermachen kann ohne daß er etwas auf die Beine stellt. Und da hapert es leider etwas, weswegen ich gegenwärtig meinen Anteil an der Arbeit als abgeschlossen betrachte. Wenn er aber doch noch in die Vollen kommen sollte, werde ich auch daran weiterschreiben.

Fünfunddreissig Seiten! Das muß man wirklich mal ausschreiben, um sich vor Augen zu führen, wie viel das eigentlich ist, wenn man das letzte Jahrzent damit verbracht hat, Geschichten nur stückeweise (in Abschnitten von zehn bis zwanzig Zeilen Länge) und meistens nie zu Ende zu schreiben. Ich kanns also noch.

Außerdem entwickeln sich gegenwärtig einige Dinge in meinem Leben sehr positiv, und ich habe die Absicht, das auch auf mein Arbeitsklima einwirken zu lassen.

Neu ist der Link zu Jikaila. Die ist ebenfalls eine Schreiberin, und ebenfalls mit Motivationsproblemen, und ab und an schaffen wir es tatsächlich, uns ein bißchen auf Trab zu bringen. Wir haben einen festen wöchtentlichen Termin vereinbart, an dem wir zwar nicht an unseren Projekten arbeiten wollen, aber doch eine gewisse Vorarbeit leisten, denn ganz ehrlich: es gibt wenige Dinge, die besser dazu geeignet sind, Charaktere zu entwickeln als Chat-Rollenspiel.

Und genau aus diesem Grund entwickelt sich gerade die Welt meines Steam-Punk-Projekts in eine größere Detailschärfe. Man darf also gespannt sein.

Juli 6, 2008

Aufwärmübung

Gespeichert unter: Schreibtisch — schriftlich @ 7:13

Um mich ein bißchen aufzuwärmen, hab ich entschlossen, einen kleinen Erfahrungsbericht zu verfassen. Das Thema ist kein literarisches, viel eher geht es um meine Erfahrungen mit der ersten Sportart meines Lebens, die ich ausdauernd und mit Erfolg betreibe. Das Inhaltsverzeichnis steht bereits, und jetzt, wo ich es fertig habe, kommt mir in den Sinn, daß ich mich bei dem Bericht vielleicht zu sehr an die Hausarbeiten erinnert habe, die ich im Rahmen meines Studiums verfassen muß. Ein einfacher, erzählender Fließtext ist es nicht.

Aber ein literarisches Update hab ich auch, ein kleines. Ich hab mir ein anderes Projekt vorgenommen, das zwar nicht aktueller ist als das letzte, aber vom Stil her nicht so anstrengend zu schreiben, obwohl auch hier ein gewisser Perfektionismus werkelt. Es ist aber reine Fiktion, eine Geschichte, an der man einfach Spaß haben soll. Da es eine Gesellschaftskritik ist, geht es natürlich auch um Tiefgang, aber – im Endeffekt ist diese Geschichte für mich einfach leichter zu handhaben als die um Mr. R.

Das Projekt hat keinen richtigen Arbeitstitel, und darum nenne ich es nur noch mein Steam Punk Projekt. Ich hatte zu dieser Geschichte schon ein komplettes Grobkonzept erstellt und war dabei, es in die Feinheiten auszuarbeiten, dann hat ein Festplattencrash diese Mühen und ihre Früchte gänzlich vernichtet; und so lag die Arbeit eine Weile brach. Einzig die ersten drei Seiten Reintext sind mir geblieben, und die gefallen mir nach über einem Jahr immer noch.

Also hab ich begonnen, die ersten vorsichtigen Stichwörter meines alten Konzepts wiederzuentdecken und aufzuschreiben. Und langsam gewöhne ich mich auch an den Gedanken, die Charakterprofile noch einmal in Angriff zu nehmen.

Juli 3, 2008

Autorenblogs

Gespeichert unter: Schreibtisch — schriftlich @ 2:06

Also. Irgendwie ist es ja doch eins – ein Autorenblog.

Ich mag keine Autorenblogs. Und ich mag sie auch doch. Die Gründe für beides sind klischeehaft, schwarz-weiß gemalt und vielleicht gerade deshalb sowohl unverständlich als auch nachvollziehbar.

Ich mag Autorenblogs nicht. Viele zeugen von großen Ambitionen und wenig Methode, die gesetzten Erwartungen auch zu erfüllen. Ob das nun Talent ist oder Kontinuität, ein eher unausgereifter Stil oder zu wenig kreative und innovative Ideen, an irgendetwas mangelt es meistens. Und dann ist es oft peinlich, eine Arbeit zu lesen, obwohl die ja vielleicht auch nur gemacht wurde, den Ansprüchen des Web zu genügen, ein Hobby, eine Leidenschaft.

Ich mag Autorenblogs. Ich finde es faszinierend zu lesen, wie andere arbeiten und sich in ihre Arbeit einfühlen. Zuletzt ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Bestenfalls hat er sich, bevor er einer wurde, mit Hilfe seines Talents den Weg dahin außerordentlich schnell angeeignet. Darüber hinaus respektiere ich Menschen, die regelmäßig schreiben können, selbst wenn das, was sie produzieren, qualitativ nur Durchschnitt ist. Geniale Texte nicht schreiben zu können, weil man nicht zu arbeiten weiß, macht auch keinen Schriftsteller aus.

Wo ordne ich da nun …schriftlich… ein? Ach, am besten gar nicht. Für mich ist der (Autoren)Blog ein Werkzeug, das unter anderem, aber auch vornehmlich, verbindlich daran erinnern soll, etwas aus vorhandenen Fähigkeiten zu machen.

Juli 1, 2008

Umzug

Gespeichert unter: Schreibtisch — schriftlich @ 9:17

Nach langen Monaten hab ich meinen Blog …schriftlich… wieder aufgefunden. Aufgefunden ist das richtige Wort, denn zwischen dem letzten Eintrag und diesem liegen nicht nur Zeit und Beschäftigung mit anderem, sondern auch mehrere Computer-Crashs. Zwischendrin habe ich diesen Blog schlichtweg vergessen.

Und genauso ist es meinem Projekt ergangen. Aber alte Liebe rostet nicht, und nachdem ich meinen Arbeitsplatz nun auf ein Notebook umgezogen habe, möchte ich das eine oder andere doch noch einmal in Angriff nehmen. Mein Notebook ist ein Schätzchen, ein IBM Think Pad mit immerhin 13 GB Festplatte, es ist träge, aber nicht unerträglich langsam und hat nur eine Minimalkonfiguration, um mich nicht vom Wesentlichen abzulenken. Vielleicht sollte ich da das Internet auch gleich abschalten. :)

Zunächst habe ich erwogen, die alten Artikel zu löschen und das Konzept und Design umzustellen, um von vorn zu beginnen. Dann aber bin ich eigentlich ganz zufrieden mit dem, was hier steht, und auch mit dem, was ungesehen, aber als Rückgrat meiner Artikel vorhanden ist. Jedenfalls kann man davon ausgehen, in nächster Zeit wieder mehr von meinen Arbeiten zu hören. Und weil dieser Blog sowieso kaum jemandem bekannt war, kann ich es mir durchaus leisten, ebenso bedächtig ans Werk zu gehen wie mein Notebook.

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