…schriftlich…

August 1, 2007

5 3/4 Zeilen

Gespeichert unter: Notizbuch — schriftlich @ 12:12

Seitdem ich diesen Blog begonnen habe, habe ich auch standhaft an meinem neuen Projekt gearbeitet. Und Arbeit ist es wirklich, denn es ist keine Geschichte, die ich aus dem Handgelenk herunterschreiben kann. Der Unterschied liegt im Erzählstil. Wenn ich frei schreibe, dann habe ich einen sehr simplen Stil, der geeignet für ein modernes Märchen wäre – als Beispiel könnte ich „Der kleine Prinz“ anführen oder den „Traumjäger“ von Gaiman. Wahrscheinlich hab ich inzwischen eine eigene Note entwickelt, aber diese beiden Geschichten sind immer mein Vorbild gewesen.

Anders bei meinem Projekt. Hier geht es darum, ein Bild zu beschreiben, das -hinter- dem Bild liegt, das die Worte zeichnen. Heute habe ich mit argen Schwierigkeiten gekämpft, bis ich zufrieden war. Eine halbe Seite habe ich einfach gelöscht. Sie hat zwar alles enthalten, was ich sagen wollte, aber das „whooosh“-Gefühl, die mitreißende Spannung, die ich erzeugen will, ist dabei auf der Strecke geblieben.

Die halbe Seite habe ich in etwas weniger als sechs Zeilen gepackt. Sieben Achtel davon sind der Eisbergtheorie zufolge aus dem Blickfeld verschwunden. Ich schreibe nicht jeden Tag an dem Text, aber ich beschäftige mich damit aufzudröseln, was ich erreichen will. Aber heute habe ich geschrieben, und obwohl so wenig dabei herausgekommen ist, bin ich zufrieden.

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