Besonders schwer ist es, eine über einen langen Zeitraum zu führende Arbeit wieder aufzunehmen, wenn man in ihr unterbrochen worden ist. Aber faktisch wird das wieder und wieder geschehen. Die wenigsten Schriftsteller haben Gelegenheit, sich ganz auf ihr Projekt zu besinnen. Es gibt dann irgendwann heiße Phasen, in denen man kaum noch aufzufinden und ganz mit dem Buch oder im Buch selbst ist. Aber das richtig echte Leben fordert immer seinen Zehnten.
Seit einigen Tagen habe ich kein Wort mehr geschrieben, aber ich kann sagen, daß meine Gedanken immer wieder zu meinem Manuskript zurückgekehrt sind. Im Moment geht es ohnehin mehr um Strukturen als um konkrete Sätze, und ich weiß inzwischen, daß Mr. Hemingways Werke für meinen Protagonisten eine große Rolle spielen werden, obwohl ich ihm kein wortwörtlich literarisches Schicksal angedeihen lassen möchte.